Wattbewerb zeichnet im Rahmen der Challenge 2025 „Deine Stadt kann’s besser“ die Städte Darmstadt, Schwerte und Neu-Ulm für ihre Beiträge zur lokalen Energiewende aus.
Darmstadt: Nachbarschaftsinitiative „heinerheizungsoptimierung“
Darmstadt wird für die 2025 ins Leben gerufene Initiative „heinerheizungsoptimierung“ ausgezeichnet. Das Projekt beweist, wie effektiver Klimaschutz mit minimalem Mitteleinsatz gelingt: Ehrenamtliche beraten Bürger direkt vor Ort zur Optimierung bestehender Heizungen und zum Umstieg auf Wärmepumpen – ergänzend zur bestehenden ehrenamtlichen Solarberatung. Mit Erfolg: Über 50 Beratungen sparten bereits rund 100 Tonnen CO₂ ein – oft durch einfache Justierungen, die den Energieverbrauch um etwa 10 % senken. Durch innovative Formate wie den „Tag des offenen Heizungskellers“ fungiert die Initiative als bundesweites Vorbild für kommunalen Klimaschutz.
Was uns besonders gefällt: Die Initiative ist dicht dran an der Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt.
Schwerte: Klimapavillon mit Bürgerenergie-PV
Schwerte wird für die PV-Anlage auf dem Klimapavillon im „Klimagarten“ ausgezeichnet, die Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität an einem zentralen Bildungsort sichtbar miteinander verbindet. Die Anlage wurde in Kooperation mit einer lokalen Energiegenossenschaft umgesetzt, speist Strom ins öffentliche Netz ein und macht anhand von Displays, Website und Informationsangeboten vor Ort anschaulich, wie Bürgerenergieprojekte realisiert werden können. Durch die prominente Lage im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung Ruhrgebiet 2027 und die geplanten Besichtigungsangebote für Bürgerinnen und Bürger entsteht ein niedrigschwelliger Lern- und Inspirationsort, der Menschen motiviert, selbst als Multiplikatorinnen der Energiewende aktiv zu werden.
Was uns besonders gefällt: Der Klimapavillon kann auf der Gartenschau alle Besucherinnen und Besucher erreichen – Motto: „Raus aus der Bubble“.
Neu-Ulm: Solarkatamaran „Windzang“
Neu-Ulm wird für den Solarkatamaran „Windzang – mit der Sonne durch Europa“ ausgezeichnet. Er demonstriert eindrucksvoll, dass emissionsfreies und nahezu lautloses Fahren auf dem Wasser mit Solarenergie bereits heute zuverlässig funktioniert. Der zu einem vollständig solarbetriebenen Katamaran umgebaute Segler nutzt ein 4,4 kWp Solardach und Batteriespeicher für Antrieb, Bordstrom und Alltagstechnik und hat auf einer grenzüberschreitenden Tour von den Niederlanden über Belgien und Frankreich bis nach Deutschland große Aufmerksamkeit und intensive Gespräche über solare Mobilität ausgelöst. Aufbauend auf einem vorangegangenen Schulprojekt zu Solarbooten zeigt Neu-Ulm damit, wie innovative, touristisch anschlussfähige Projekte die Leistungsfähigkeit von Photovoltaik erlebbar machen und als Pilot auch für andere Kommunen mit Wasserlagen Vorbild sein können.
Was uns besonders gefällt: Das Pilotprojekt zeigt, dass PV-Strom und E-Mobilität überall zum Einsatz kommen können – ein weiterer Baustein auf dem Weg zu 100% Erneuerbare Energien.
Wie geht es weiter?
Das Team von Wattbewerb gratuliert den drei Städten zu ihren erfolgreichen Projekten und Initiativen. Alle drei Städte werden mit einer Urkunde vor Ort ausgezeichnet, was im Rahmen einer Pressekonferenz erfolgen kann.
Wie im Vorfeld angekündigt, steht eine Dokumentation der eingereichten Projekte als pdf über die Website von Wattbewerb zur Verfügung, damit andere Kommunen die Möglichkeit haben, sich die Initiativen und Projekt genauer anzuschauen.
Wattbewerb – hier spielt die Energiewende